Der Stand, ohne Hype
OpenAI hat den Kanal am 18. August 2026 angekündigt und den Ads Manager am 31. August für 31 europäische Länder geöffnet. Österreich und Deutschland sind dabei.
Anzeigen sehen ausschließlich Nutzerinnen und Nutzer in den Tarifen Free und Go. Wer Plus, Pro oder Enterprise zahlt, bekommt keine. Das ist die erste Zahl, die man kennen sollte, bevor man ein Budget plant.
Gesteuert wird derzeit über Geotargeting und eigene Zielgruppenlisten. Abgerechnet wird nach CPM oder CPC, Conversion-Optimierung ist verfügbar. Gemessen wird über den OpenAI Pixel, die Conversions API oder eine Anbindung über Drittanbieter.
Agentur-Erfahrung, aber ihr arbeitet direkt mit mir
Berker.Digital ist als Werbeagentur angemeldet. Hinter der Agentur stehe ich allein, mit viereinhalb Jahren Agenturerfahrung und über 10 Mio.€ verwaltetem Werbebudget auf Meta, LinkedIn, Google und Microsoft Advertising.
Bei ChatGPT Ads hilft diese Erfahrung mehr als bei jedem anderen Kanal. Es gibt noch keine Best Practices, keine Benchmarks und kaum Erfahrungsberichte. Wer schon viele Werbekonten aufgebaut hat, erkennt schneller, welche Zahl ein echtes Signal ist und welche nur Rauschen.
Was in der Praxis anders ist als in den Folien
Es gibt keine Keyword-Logik. Ausgespielt wird nach dem Kontext der Unterhaltung, und eine Unterhaltung hat selten eine klare Kaufabsicht in der ersten Zeile. Anzeigentexte, die wie Google-Ads-Texte klingen, fallen dort durch.
Die Anzeigen stehen unter der Antwort und sind als gesponsert gekennzeichnet. Wer gerade eine Frage gestellt hat, liest die Antwort zuerst. Die Anzeige muss also inhaltlich zur Frage passen, sonst wird sie übersprungen.
Die Reichweite ist noch klein. Wer heute einsteigt, kauft sich Lernvorsprung und günstige Klickpreise. Keinen Kanal, der Meta ersetzt. Wer das anders verkauft, hatte den Ads Manager vermutlich noch nicht offen.
Aus dem Kundenkonto: ein Softwareanbieter aus Wien
Für einen B2B-Softwareanbieter betreue ich ChatGPT Ads seit dem Start in Europa. Die Kampagne läuft auf Conversions, gezählt werden zwei Ereignisse: die Demo-Anfrage und der Download eines Inhalts. Klicks auf die Website zählen nicht als Erfolg.
Der OpenAI Pixel ist über den bestehenden Google Tag Manager angebunden. Ich habe das Konzept geschrieben, die Events definiert und die Umsetzung geprüft. Berichtet wird an das interne Management und an die Konzernmutter, im selben Format wie die übrigen Kanäle. So lässt sich ChatGPT direkt mit Google und LinkedIn vergleichen.
Tracking ist der Punkt, an dem die meisten Konten scheitern
Der Pixel ist schnell eingebaut und genauso schnell falsch eingebaut. Zwei Fragen entscheiden darüber, ob die Zahlen später etwas wert sind: Wann darf er laden, und was zählt überhaupt als Conversion.
Auf meiner eigenen Website lädt der Marketing-Pixel erst nach der Zustimmung im Cookie-Banner. Das misst weniger. Es ist die Variante, die ich verantworten kann, und ich empfehle sie auch im Kundenkonto. Als Lead zählt bei mir ausschließlich ein abgeschicktes Formular. Ein Klick auf eine Mailadresse ist kein Lead, auch wenn die Zahl damit besser aussieht.
Meine Rolle dabei: Ich schreibe das Tracking-Konzept, definiere die Events, formuliere die Anforderungen an die Umsetzung, prüfe das Ergebnis und finde die Fehler. Den technischen Einbau übernimmt eure Entwicklung oder euer Tag-Manager-Team.
Was ich für eure ChatGPT Ads übernehme
Konto und Zugang
Das Werbekonto läuft auf euren Namen und bleibt bei euch, auch wenn wir irgendwann nicht mehr zusammenarbeiten.
Tracking-Konzept
Events, Consent-Logik, Pixel oder Conversions API, danach Prüfung der Umsetzung.
Anzeigentexte
Geschrieben für Menschen, die gerade eine Frage gestellt haben, und nicht für eine Keyword-Liste.
Vergleich mit anderen Kanälen
Ein Reporting, das ChatGPT neben Google, Meta und LinkedIn stellt, mit denselben Kennzahlen.
Für wen sich der Kanal jetzt rechnet
Passt gut: erklärungsbedürftige Produkte, B2B-Software, Beratungsleistungen, alles mit einer Recherchephase davor. Also genau die Fälle, in denen Menschen ChatGPT ohnehin schon fragen, bevor sie sich entscheiden.
Passt schlecht: reine Impulskäufe, sehr kleine lokale Einzugsgebiete und jedes Setup, das sofort Umsatz braucht. Für einen Testkanal in der Anfangsphase muss Budget übrig sein, nicht umgeschichtet werden.
Wie ein Start abläuft
- 01Zugang und Konto. Das Werbekonto läuft auf euren Namen.
- 02Tracking-Konzept, Events, Consent-Logik, danach Prüfung der Umsetzung.
- 03Erste Kampagne mit einem einzigen Lernziel. Nicht fünf.
- 04Nach vier Wochen eine Entscheidung anhand der Zahlen: ausbauen, umbauen oder abdrehen.
Abgerechnet wird nach Aufwand, als Retainer oder nach Stunden. Keine Mindestlaufzeit, ein Monat Kündigungsfrist.
ChatGPT Ads oder Google Ads?
Bei Google sucht jemand nach einem Begriff, und ihr bietet auf diesen Begriff. Bei ChatGPT beschreibt jemand ein Problem in ganzen Sätzen, oft mit Rückfragen, und die Anzeige erscheint passend zum Verlauf der Unterhaltung. Die Absicht ist oft genauso klar, aber sie steckt in einem Gespräch statt in drei Wörtern.
Für die meisten Unternehmen bleibt Google der größere Kanal. ChatGPT kommt dazu, wenn eure Zielgruppe vor dem Kauf recherchiert und vergleicht. Ich empfehle, mit einem kleinen, abgegrenzten Budget zu starten, dieselbe Conversion zu messen wie bei Google und nach vier Wochen zu vergleichen.
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ChatGPT Ads als Teil eines größeren Setups: Performance Marketing Agentur. Für B2B-Anfragen über LinkedIn: LinkedIn Ads Agentur.
Wenn ein bestehendes Werbekonto nicht mehr liefert, zeigt die Werbekonto-Analyse, woran es liegt. Wer dahintersteht, steht im Profil von Berker Cetin.
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